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… im Kreißsaal wurden wir von der Hebamme sofort in das Vorwehenzimmer gebracht (sah ähnlich wie ein normales Schlafzimmer mit Sitzgelegenheit aus). Die Hebamme fragte mich als erstes ob ich schon wüsste, ob ich ein Mädchen oder einen Jungen bekommen würde. Ich wusste es noch nicht hundert Prozentig, aber ich sagte sicherlich ein Mädchen. Daraufhin wurde ich gefragt wie sie heißen soll. Mein Baby sollte Emily heißen, das stand schon sehr lange fest. Ich wurde behandelt, als wenn meine kleine Emily noch leben würde. Erst dann erklärte mir die Hebamme wie jetzt alles weiter geht.
Ich sollte also meine Emily auf ganz normalem Weg zu Welt bringen.
Dann wurde ich noch mal von einer Ärztin gründlich untersucht. Während der Untersuchung traf auch endlich mein Freund im Krankenhaus ein. Ich war sehr froh, dass ich jetzt nicht mehr alleine war.
Nach den Untersuchungen wurden dann die Wehen durch ein Scheidenzäpfchen eingeleitet, das war so gegen halb zwei. Die Hebamme sagte mir wir könnten jetzt noch etwas spazieren gehen, denn bis es los geht kann es noch bis zum nächsten Tag dauern. Ich wollte aber nirgendwo hingehen und ich wollte auch nicht noch einen Tag warten müssen. Ich wollte einfach nur das mein Baby lebt.
Lange konnte ich darüber aber nicht mehr nachdenken, das Zäpfchen begann zu wirken. Erst ein leichtes Ziehen im Unterleib, was dann von Minute zu Minute immer stärker wurde, bis hin zu unerträglichen Dauerschmerzen. Ich war zu diesem Zeitpunkt noch der Meinung, dass ich diese Schmerzen schon irgendwie aushalten werde. Ich wollte kein Schmerzmittel. Eine Stunde später sah das dann schon anders aus. Nach zwei Stunden Dauerschmerzen, bei normalen Wehen gibt es Pausen, aber nicht bei einer Einleitung, stimmte ich einem Schmerzmittel zu, was ich über eine Infusion bekam. Als dieses nach einer Stunde überhaupt keine Wirkung zeigte und mir die Hebamme sagte, dass es das stärkste in dieser Form ist entschloss ich mich für eine PDA, wo man ein Schmerzmittel ins Rückenmark bekommt aber trotzdem noch seine Beine spürt. So etwas habe ich im Vorfeld immer abgelehnt, denn ich halte schon einiges aus und kann auch mal die Zähne zusammenbeißen, aber das jetzt war die Hölle !!!
Die PDA wirkte sofort und ich konnte etwas entspannen. Die Hebamme brachte mir ein richtiges Krankenhausbett, damit ich besser liegen bzw. sitzen konnte. Jetzt war wieder Zeit zum Nachdenken, aber so richtig war mir das alles noch nicht bewusst. Ich telefonierte mit meinen Eltern, die schon auf der Autobahn auf dem Weg zu mir waren. Ich wollte wissen ob sie noch heute kommen.
In der Zwischenzeit wurde immer wieder der Muttermund kontrolliert. Dieser war zwar schon etwas offen aber noch lange nicht genug. Kurz bevor ich das zweite Scheidenzäpfen bekommen sollte, kamen auch schon wieder leichte Schmerzen. Die Dosis, die in meinen Rücken lief, wurde erhöht und das zweite Zäpfchen gelegt. Die Schmerzen wurden immer stärker statt schwächer und es sah auch noch nicht so aus, als ob die Geburt bald losgeht.
Ich schaute immer und immer wider auf die Uhr und wartete sehnsüchtig auf meine Eltern. Mein Stefan hielt mir zwar die ganze Zeit meine Hand aber ich hatte ja noch eine für meine Mutti frei.
Nach einigem hin und her beschlossen dann Ärzte und Hebamme mir eine weitere PDA zu legen, um mich von meinen Schmerzen zu befreien. Denn ich sollte nicht auch noch körperlich leiden. Dieses hatte zwar zur Folge, dass ich meine Beine nicht mehr spüren konnte, aber das war mir alles egal.
Jetzt waren auch meine Eltern endlich eingetroffen, das brachte auch meinem Körper Erleichterung. Denn kurze Zeit später platzte die Fruchtblase und die Hebamme sagte: „Ich glaub ihr Baby möchte jetzt kommen.“
... die Geburt
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