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... die Diagnose

… der 25. August 2005, der Tag der für immer unser Leben verändert hat.

Beim Frauenarzt war zunächst alles wie immer. Urin abgeben, Blutdruck messen und wiegen. Aber da war es schon, ich habe in vier Wochen sechs Kilo zu genommen. Das sollte ich dann aber mit dem Arzt besprechen. Anschließend sollte CTG geschrieben werden. Die Schwester suchte und suchte die Herztöne, fand aber so richtig keine. Sie beruhigte mich und sagte: „Das ist normal, wenn die Kleinen sich so viel bewegen“. Sie holte aber trotz allem noch eine andere Schwester, die auch noch mal vergeblich nach Herztönen gesucht hat. Diese beruhigte mich mit den gleichen Worten und setze hinzu, dass wir es in der nächsten Woche noch mal versuchen werden. Sie ließ dennoch den Wehenschreiber laufen. Wehen hatte ich im übrigem zu diesem Zeitpunkt auch keine.

Dann ging es zum Ultraschall. Der Arzt begrüßte mich mit den Worten: „ Dann wollen wir doch mal sehen wer sich hier so viel bewegt, das man keine Herztöne messen kann.

Der Arzt fuhr mit dem US-Kopf über meinen Bauch. Immer wieder hin und her, schaltete eine Zusatzfunktion ein (Farbveränderung bei Bewegung). Ich sah selber auf dem großen Bildschirm mein Baby ganz still mit Daumen im Mund in mir liegen.

…und dann kamen die Worte, die ich nie vergessen werde: „Hier stimmt was nicht, ich kann keine Herztöne sehen“ Pause „Ihr Baby ist tot“ !!!

Ab dem Zeitpunkt lief alles nur noch wie im Film an mir vorüber.

Mein Arzt gab mir ein Taschentuch für meine Tränen und zeigte mir anschließend mit sehr einfühlsamen Worten noch mal alles auf dem Bildschirm. Aber es änderte sich nichts an der Situation.

Anschließend setzten wir uns ins Sprechzimmer und mein Arzt erklärte mir, dass ich jetzt in Krankenhaus muss um mein Baby zur Welt zu bringen. Außerdem fragte er mich wem er anrufen soll, um mich abzuholen. Ja, diese Frage stellte ich mir auch. Mein Freund bei Gericht (Handy aus), meine Eltern und die engsten Freunde 500 km von mir entfernt (bin vor zwei Jahren von Leipzig nach Köln gezogen). Ich entschied mich für meine zukünftige Schwiegermutter, die dann auch wenig später in der Praxis eintraf. In der Zwischenzeit regelte mein Arzt alles mit dem Krankenhaus.

…mein Film ging weiter, wir fuhren nach Hause und ich packte ein paar Sachen für das Krankenhaus. In der Zwischenzeit versuchte ich immer und immer wieder meinen Freund zu erreichen, leider ohne Erfolg. Nach einer Weile erreichte ich aber meine Mutti, der sagte ich nur: mein Baby ist tot, kannst Du zu mir kommen !!!

Die Antwort war natürlich: „ Ja, ich werde gleich los fahren.“ Und das tat sie dann auch.

Nach diesem Telefonat fuhr ich dann mit meiner zukünftigen Schwiegermutter ins Krankenhaus. Im Krankenhaus angekommen, es war 12 Uhr Mittags, meldete sich auch endlich mein Freund. Ich wusste nicht, was ich ihm sagen sollte und ich war froh das es seine Mutti für mich tat.

Ich ging dann in den Kreißsaal, wo ich sofort sehr gut betreut wurde.


... kurz vor der Geburt

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